Ein alter Mann sitzt einsam und allein auf dem Mond. Hinter einem Schalter verwaltet er Erinnerungen, Ideen, Wünsche und Träume, die sich nicht erfüllt haben oder nicht vollendet wurden. In einem großen Lager sortiert, repariert, pflegt und ordnet er, was von ihnen übrig geblieben ist, denn manchmal wenn auch selten kommt jemand vorbei, um sie wieder abzuholen. Als ein kleines Mädchen vor seinem Schalter steht, fühlt er sich zunächst gestört. Aber das Mädchen lässt sich nicht abweisen. Sie nimmt den Besen in die Hand und macht sich nützlich.
Schon bald ist sie dem Alten eine unentbehrliche Hilfe, ihre Gesellschaft eine unerwartete Freude. Als er schließlich müde und krank wird, übernimmt das inzwischen größer gewordene Mädchen den ganzen Laden. Nun kann sich der alte Mann beruhigt und gelassen zu seiner letzten Reise entschließen.
Der Hüter des Mondes
Charlotte Bellière


























